Poetry Workshop mit Jule Weber

Der Deutsch-LK der elften Klasse (Leitung: Miriam Kneller) hatte die Möglichkeit, an einem Poetry-Slam-Workshop mit der Poetry-Slammerin Jule Weber teilzunehmen. Der Workshop erstreckte sich über drei Termine, die jeweils von 14 bis 17 Uhr stattfanden. In dieser Zeit lernten wir nicht nur viel über kreatives Schreiben, sondern konnten uns auch selbst ausprobieren und neue Seiten an unserem Ausdruck entdecken.

Zu Beginn jeder Stunde gab es Phasen des freien Schreibens, in denen wir unseren Gedanken freien Lauf lassen sollten. Außerdem bekamen wir verschiedene kreative Schreibaufgaben. So sollten wir beispielsweise einen Tag aus der Sicht eines beliebigen Gebäudes beschreiben oder einem ausgedachten Wort eine eigene Bedeutung geben. Eine weitere Aufgabe bestand darin, einen Text zu verfassen, in dem derselbe oder ein ähnlicher Satz fünfmal vorkommen musste. Dadurch entstanden sehr unterschiedliche und spannende Texte, obwohl alle Autor*innen mit denselben Vorgaben gearbeitet hatten.

Besonders interessant war zu sehen, wie unterschiedlich jede*r Schüler*in schrieb und dachte. Manche Texte waren emotional, andere lustig, tiefgründig oder ungewöhnlich formuliert. Obwohl oft ähnliche Stilmittel verwendet wurden, brachte jede Person etwas Eigenes in ihren Text ein. Genau das machte den Workshop spannend, denn man merkte, wie vielseitig Sprache sein kann.

Die Atmosphäre während des Workshops war außerdem sehr offen und angenehm. Jule Weber gestaltete die Stunden nicht streng oder schulisch, sondern locker und kreativ. Es gab offene Gespräche, in denen wir Fragen stellen, Gedanken teilen oder einfach über Themen sprechen konnten, die uns beschäftigten. Dadurch fühlte sich der Workshop persönlicher an und man hatte das Gefühl, dass jede Meinung ernst genommen wurde.

Insgesamt haben wir gelernt, wie groß und vielfältig das Feld des Poetry Slams eigentlich ist. Poetry Slam bietet fast endlose Möglichkeiten, Gedanken, Gefühle oder persönliche Themen kreativ auszudrücken. Der Workshop zeigte uns, dass Schreiben nicht immer festen Regeln folgen muss, sondern auch ein Ort sein kann, an dem man frei denken und seine eigene Stimme finden darf.
(Marta Weeber)

Kreativer Prozess

Malon Heller und Frida Augustin (beide Deutsch-LK) wurden sogar zur Abschlussveranstaltung des Programms „Slam für Democracy“ in Hanau eingeladen, um ihre im Workshop geschriebenen Texte auf großer Bühne vorzutragen.

von links nach rechts: Frida Augustin (11a), Jule Weber, Malon Heller (11a)

Infos zum Projekt finden Sie hier.

Dies ist das „Dachprojekt“ WDC2026.